Um den ganzen Reiz Comos zu verspüren, genügt esnicht, seine Bauwerke, von der Romanik bis zumRationalismus, zu besichtigen. Man sollte sich derStadt vom See her aus nähern und sich von derEleganz der Gebäude und Plätze, dem diskretenCharme der gepflasterten Straßen, den Innenhöfenund Arkaden, die sich zwischen den dichtgedrängtenHäusern öffnen, und den reizenden, kleinenGrünflächen verführen lassen.
Von der Piazza Cavour, wo sich einst der Hafen vonComo befand, kann man den homogenen Kern der„ummauerten Stadt“ erkunden, mit meist uraltenHäusern, die jedoch fast alle im Stil des 19.Jahrhunderts restauriert wurden. Unbedingt sollteman den Dom aus dem 15. Jahrhundert besichtigen,den antiken Palazzo Comunale del Broletto, dasehemalige Rathaus, in dem heute ein Museumuntergebracht ist, und das architektonischeMeisterwerk „Ex Casa del Fascio“, das zwischen1932 und 1936 von GiuseppeTerragni, dem Meisterdes Rationalismus errichtet wurde. Das Gebäudegehört zu den bedeutendsten Werken deritalienischen Architektur des 20. Jahrhunderts unddient schon seit langem als Kommandantur derFinanzpolizei.
Über die belebte Piazza San Fedelekommt man zurStrandpromenade, die am Volta-Tempel beginnendam Seeufer entlang führt und herrliche Ausblickebietet. Bevor man dem See den Rücken kehrt, sollteman sich nicht die Gelegenheit entgehen lassen, ihnvon einem einzigartigen Aussichtspunkt zubetrachten. Mit der Seilbahn geht es nach Brunate,einem reizenden Dorf auf 715 Metern Höhe, woman Rast einlegen kann und vor allem einenatemberaubenden Blick auf die Stadt, den See unddie Alpen hat